Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Stand: 16. Juli 2026
1. Vertragsschluss
Diese Geschäftsbedingungen gelten für die Nutzung von Wohnkostenheld durch private Vermieter. Mit der Registrierung eines Kontos kommt zunächst ein kostenloser Nutzungsvertrag zustande, der die Erstellung und Vorschau von Nebenkostenabrechnungen umfasst. Ein kostenpflichtiger Vertrag über eine Einzelabrechnung oder ein Abonnement kommt erst mit Abschluss des Bezahlvorgangs über den Zahlungsdienstleister Stripe zustande; die Bestellung im Checkout stellt das bindende Angebot des Nutzers dar, die Bestätigung nach erfolgreicher Zahlung dessen Annahme durch Wohnkostenheld.
2. Leistungsbeschreibung
Wohnkostenheld ist eine Software zur Erstellung von Nebenkostenabrechnungen für private Vermieter. Die Anwendung berechnet auf Basis der vom Nutzer eingegebenen Daten die Verteilung der Betriebskosten nach den formellen Vorgaben aus § 556 BGB sowie, soweit einschlägig, der Heizkostenverordnung und des CO2-Kostenaufteilungsgesetzes, und erzeugt daraus PDF-Dokumente für den Nutzer und dessen Mieter.
Wohnkostenheld ist ein Softwarewerkzeug und erbringt keine Rechtsberatung. Die Software prüft eingegebene Daten auf formale Plausibilität, ersetzt aber keine anwaltliche oder steuerliche Beratung im Einzelfall. Es gilt der Disclaimer, der auf allen Marketing-Seiten eingeblendet ist: „Wohnkostenheld ersetzt keine Rechtsberatung.“
3. Preise und Zahlung
Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung auf der Seite Preise ausgewiesenen Beträge, aktuell 24,90 € einmalig für eine Einzelabrechnung sowie 59 € pro Jahr für das Jahres-Paket „Vermieter“ (bis zu 5 Einheiten, unbegrenzt viele Abrechnungen). Alle Preise verstehen sich als Endpreise; Wohnkostenheld richtet sich an private Vermieter, die in der Regel nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind. Die Zahlungsabwicklung erfolgt vollständig über Stripe; Kartendaten werden ausschließlich von Stripe verarbeitet und laufen nicht über die Server von Wohnkostenheld. Die Einzelabrechnung wird als einmaliger Kauf abgerechnet, das Jahres-Paket als wiederkehrendes Abonnement mit jährlicher Abbuchung durch Stripe.
4. Widerrufsrecht
Verbrauchern steht grundsätzlich ein 14-tägiges Widerrufsrecht ab Vertragsschluss zu. Bei Verträgen über digitale Inhalte, die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden — wie der PDF-Abrechnung und dem Zugang zum Abo-Funktionsumfang von Wohnkostenheld —, erlischt das Widerrufsrecht gemäß § 356 Abs. 5 BGB vorzeitig, sobald Wohnkostenheld mit der Vertragsausführung begonnen hat, nachdem der Nutzer ausdrücklich zugestimmt hat, dass die Ausführung bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, und der Nutzer zugleich bestätigt hat, dass er dadurch sein Widerrufsrecht verliert. Ohne eine solche ausdrückliche Zustimmung im Bestellvorgang bleibt das gesetzliche Widerrufsrecht unberührt.
5. Haftung
Wohnkostenheld haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie nach Maßgabe des Produkthaftungsgesetzes. Für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) durch leichte Fahrlässigkeit haftet Wohnkostenheld begrenzt auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden. Im Übrigen ist die Haftung für leicht fahrlässige Pflichtverletzungen ausgeschlossen. Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
Die Berechnungen von Wohnkostenheld beruhen auf den vom Nutzer eingegebenen Daten. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Eingaben ist der Nutzer selbst verantwortlich; Wohnkostenheld führt Plausibilitäts-Checks durch, kann eine inhaltliche Prüfung im Einzelfall aber nicht ersetzen.
6. Laufzeit und Kündigung des Abos
Die Einzelabrechnung ist ein einmaliger Kauf ohne Laufzeit. Das Jahres-Paket „Vermieter“ hat eine Laufzeit von zwölf Monaten ab Kaufdatum und verlängert sich automatisch um jeweils ein weiteres Jahr, sofern es nicht spätestens zum Ende der laufenden Laufzeit gekündigt wird. Die Kündigung erfolgt in Textform (E-Mail an die Kontakt-Adresse aus dem Impressum) mit Wirkung zum Ende der laufenden Laufzeit. Bereits gezahlte Beträge für die laufende Vertragsperiode werden bei ordentlicher Kündigung nicht anteilig erstattet; die im Abo enthaltenen Leistungen bleiben bis zum Ende der bezahlten Laufzeit nutzbar.
7. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Zwingende verbraucherschützende Bestimmungen des Staates, in dem der Nutzer seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben hiervon unberührt. Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt.